Wechselschaltung bei der Elektroinstallation

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Wechselschaltung bei der Elektroinstallation
Wechselschaltung bei der Elektroinstallation - Photo by Wilhelm Gunkel on Unsplash

Mit einem Wechsel-Schalter kann man einen Verbraucher von mehreren Stellen aus unabhängig voneinander ein- oder ausschalten. Das Licht kann nun zum Beispiel vom Bett und von der Tür aus gesteuert werden, was hervorragend ist. Dabei wird die Lampe mit der geschalteten Phase an den zweiten Umschalter angeschlossen, während der Außenleiter, also die stromführende, nicht geschaltete Phase, nur am ersten Schalter angeschlossen ist. Beide Schalter sind mit passenden Drähten verbunden, damit der Strom zwischen ihnen hin und her fließen kann.

Dabei verwendet dieser Schalter einen Kippschalter, um zwischen einem offenen und einem geschlossenen Kontakt zu wechseln. Dadurch wird nicht nur der Stromkreis unterbrochen, sondern es gibt auch zwei mögliche Pfade, von denen immer nur einer gewählt wird. Der so entstandene Kippschalter ermöglicht das Ein- und Ausschalten des Lichts an zwei verschiedenen Stellen.

Wann kommt eine Wechselschaltung zum Einsatz?

Wenn ein elektrisches Gerät, z. B. eine Leuchte, an zwei verschiedenen Stellen oder Schaltern getrennt ein- oder ausgeschaltet werden muss, ist immer ein Wechselschalter erforderlich. Der Wechselschalter wird häufig benötigt, um die Beleuchtung in Fluren, Korridoren oder größeren Räumen mit zwei Durchgängen, wie z. B. dem Wohnzimmer und dem Küchendurchgang, ein- und auszuschalten. 

Gibt es Spar-Wechselschatung?

Die Sparschaltung ist eine weitere Variante der Wechselschaltung. Die Sparschaltung unterscheidet sich von der anderen Schaltung dadurch, dass es nur eine Ersatzleitung gibt, wodurch Sie eine Leitung einsparen. Bei dieser Methode kann weiterhin ein fünfadriges Kabel verwendet werden, um eine Steckdose an jeden Schalter anzuschließen. Beide Schaltersteckdosen sind für den Anschluss einer Leuchte einsetzbar.

Welche Schalter brauche ich für die Wechselschaltung?

Zwei Wechselschalter, die durch zwei so genannte Anpassungsdrähte gekoppelt sind, schalten abwechselnd. Zwischen dem Außenleiter und dem Verbraucher befindet sich der Lichtschalter. Anders als ein typischer Lichtschalter ist dieser aber noch mit einem anderen Schalter gekoppelt. Der Stromfluss ist also folgendermaßen: Er fließt von der Quelle zum ersten Umschalter, dann über eine der beiden zugehörigen Leitungen zum zweiten Schalter und schließlich zur Leuchte.

Welche Kabel benötigt man für die Wechselschaltung?

Zum ersten Umschalter muss für die Zuleitung ein dreiadriges Kabel (Kabeltyp: NYM-J 3 x 1,5 mm2) verlegt werden. Für die Verbindungsleitung zwischen erstem und zweitem Wechselschalter sollte ein dreiadriges Kabel theoretisch ausreichen. Die drei Aderfarben eines normalen NYM-J 3 x 1,5 mm2 Kabels sind braun, blau und grün/gelb. Für die Verbindungsleitung benötigen Sie ein 5-adriges Kabel (Kabel NYM-J 5 x 1,5 mm2), da die Farbe Blau für den Neutralleiter vorgesehen ist und die Einzelader mit der Farbbezeichnung grün/gelb nur für den Schutzleiter verwendet werden darf.

Dieses enthält oft neben grün/gelb und blau auch zwei schwarze und eine braun gekennzeichnete Einzelader. Die letzten beiden können einfach als passende Kabel zur Verbindung der beiden Umschalter verwendet werden (vorzugsweise die beiden schwarzen Drähte verwenden). Darüber hinaus gibt es 3-adrige Installationskabel NYM-O 5 x 1,5 mm2, die ohne Nullleiter und Schutzleiter auskommen. Diese sind jedoch schwieriger zu finden und kosten oft viel mehr als das Standardkabel NYM-J mit 5 Adern. Weiterführende Informationen zu Aufbau und Verdrahtung einer Wechselschaltung auf folgender Seite: Wechselschaltung.

Austria-Direkt
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